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Schuljahr 2015/16:
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VS Straß, 3b, Projekt „Kinder am Bauernhof“, 3. Teil
 



Und wieder haben wir einen unvergesslichen und wunderbaren Vormittag am Bauernhof bei Familie Johanna und Engelbert Aust verbringen dürfen, die es wieder und wieder verstehen, - mit „Kopf, Herz und Hand“ - die Schulkinder für den Themenbereich Landwirtschaft nachhaltig zu interessieren.

Dafür möchten wir uns von ganzem Herzen bedanken.

Ein lieber Dank geht auch an die Begleitmutti Frau Andrea Url, die sich stets gerne bei unseren Schulveranstaltungen unterstützend einbindet.

Gespannt stellten wir uns zu Beginn die Frage, wie denn wohl „unser“ Rapsfeld nach dem unerwarteten Kälteeinbruch mit Schnee und Nachtfrost, Sturm und Regenschauern ausschauen werde. Doch nicht alles ist verloren, aber ein großer Schaden ist erkennbar. Vielleicht kann der Ernteertrag die Arbeit und die finanziellen Ausgaben der Familie abdecken?
Wir konnten uns kaum vorstellen, dass die Getreidepflanzen (Triticale), die nach dem Unwetter flach am Boden lagen, sich nun doch wieder aufrecht der Sonne zuwenden.

Auch die Baumwelt am Ackerrand ( Eiche , Esche, Erle, ... hat sich verändert. Aus den Knospen sind bereits saftig grüne Blätter geworden, Blütenstände sind abgefroren oder haben sich zaghaft weiterentwickelt. Herrlich dufteten da und dort die Blütendolden der Hollerbüsche. Viel dachten gleich an den köstlichen Hollersaft.

Wir konnten an der vermehrten Höhe der Raps- und Getreidepflanzen am Ackerrand auch feststellen, dass sich der WALD schützend auf die Ackerpflanzen auswirken kann, ganz abgesehen von der Fähigkeit, dass der Wald u. a. auch das Hochwasser „aufsaugen“ kann.
Durch eine riesige und umweltfreundliche Solaranlage am Dach des Wirtschaftsgebäudes ist die Familie in der Lage, einen großen Teil des Energiebedarfes selbst abzudecken. Sehr bewusst überlegt sich die Familie auch, wann und wie lange sie E-Geräte im Haushalt verwendet. Jede/r Interessierte durfte die Leiter hoch klettern um das Laufen des Stromzählers zu beobachten. – Gleichzeitig eine willkommene Turn- und Geschicklichkeitsübung.
Darauffolgend gab's eine tolle Lehreinheit zum Thema Gemüse, Früchte und Kräuter. Was wächst wo, wie und wann?
Besonders lustig und spannend war die Sinnesübung mit den Gemüse-Rätsel-Säcken. Es galt blind zu ertasten, zu spüren und zu riechen, was denn da in den Säcken versteckt ist. Erstaunlich viel konnten die Kinder dabei - mit der Rätselmaus, die reihum wanderte - erraten. Und zum krönenden Abschluss durften die Schulspatzen mit dem am Tisch aufgelegten Gemüse ein Gemüsegesicht legen.

Nach einer kurzen Rast mit Jause wurden die Kinder in zwei Gruppen (im Wechsel) geteilt, und während eine Gruppe sich als Wiederholung mit den Themen der letzten Besuche beschäftigte (Hühnerfamilie, Schweine- und Rinderfamilie) und dazu die von Frau Aust vorbereiteten Arbeitsblätter eifrig und interessiert bearbeitete, durfte die zweite Gruppe in den wunderbaren Gemüse- und Kräutergarten spazieren. Mit viel Geduld erklärte Frau Aust die Pflanzen und ihre Verwendung, ebenso die notwendige Arbeit und Pflege, die ein Garten braucht. Neben dem nützlichen Marienkäfer wurden auch die ziemlich schädlichen Kartoffelkäfer auf den Kartoffelstauden entdeckt und natürlich ausgiebig inspiziert. Große Verwunderung gab's, wie aus sooo... kleinen Eiern sooo... dicke Schädlingskäfer werden können!

Nun durfte auch ausgiebig auf der großen Wiese gespielt und getobt werden. Gesunde Jause war darauf angesagt! Viele fleißige kleine Kinderhände wuschen, putzten, schälten und schnippelten unterschiedlichste Gemüsesorten und Kräuter. - Ein herrlicher Topfenaufstrich entstand, - der - mit dem selbst hergestellten Kräutersalz und dem selbst gebackenen Brot von Frau Aust und den frischen Gemüsestreifen und Apfelspalten - köstlich schmeckte. Dazu gab's Wasser mit Natursäften. - Und da meinte unsere Linda ganz spontan: „Das ist ja 5-Sterne-Küche!“, was Frau Aust natürlich sehr freute.
Und das war noch nicht alles: Muffins und Wuchteln gab's zum Nachtisch UND ein eigenes Salatpflänzchen im Blumentopf zum Abschied und Andenken für JEDEN! Die Stunden vergingen schneller als uns lieb war, und viele wollten keine Anstalten machen, um wieder in die Schule zu wandern, die wir in letzter Minute erreichten.



 
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